Glossar
KPI (Key Performance Indicator)
Ein KPI ist eine Zahl, die ein Unternehmen bewusst im Blick behält: eine messbare Kennzahl, die über die Zeit gegen ein Ziel verfolgt wird und der Geschäftsführung zeigt, ob ein wichtiges Ziel – termingerecht liefern, Forderungen einziehen, Bestände schlank halten – tatsächlich erreicht wird.
Was es ist
Jedes Unternehmen erzeugt Hunderte von Zahlen; ein KPI ist eine der wenigen, nach denen bewusst gesteuert wird. Zum KPI wird eine Zahl nicht durch Komplexität, sondern dadurch, dass sie an ein Ziel gebunden ist, einen Verantwortlichen hat, in jeder Periode gleich gemessen und mit einem Zielwert oder Trend verglichen wird. Die Zahl der Aufträge ist eine Kennzahl; die Liefertermintreue gegen einen Zielwert ist ein KPI.
Gute KPIs sind wenige, präzise definiert und aus Daten berechnet, die das Unternehmen ohnehin führt. Eine Definition wie „Aufträge, die am oder vor dem zugesagten Termin geliefert wurden, als Anteil der im Monat fälligen Aufträge“ lässt keinen Raum dafür, dass zwei Abteilungen für dieselbe Sache unterschiedliche Zahlen berichten.
- Fertigungsbetrieb: Liefertermintreue, Erstdurchlaufqualität, Maschinenstillstand in Stunden, Durchlaufzeit von Auftrag bis Versand
- Handel und Distribution: Fehlbestände, Lagerreichweite in Tagen, überfällige Forderungen nach Alter, Lieferquote je Kunde
- Vertrieb: neu angelegte Leads, Abschlussquote je Phase, durchschnittliche Zeit bis zur ersten Antwort, versandte gegenüber gewonnenen Angeboten
Warum es für ein wachsendes Unternehmen wichtig ist
Sobald die Geschäftsführung den Betrieb nicht mehr vom Hallenboden aus überblicken kann, halten KPIs das Unternehmen sichtbar. Sie machen aus „das Lager wirkt langsam“ eine Zahl, die sich mit dem Vormonat vergleichen, in der Runde besprechen und einer Person zuordnen lässt. Ohne vereinbarte KPIs wird jede Besprechung zur Debatte darüber, wessen Tabelle stimmt.
KPIs entscheiden auch, was ein Berichtssystem zeigen soll. Fünf wirklich relevante Zahlen auszuwählen – und exakt zu definieren – ist der Schritt, den die meisten Unternehmen vor dem Kauf einer Dashboard-Software überspringen. Deshalb sind so viele Dashboards voller Diagramme, auf die niemand reagiert.
Wie AutoProbaho es einsetzt
AutoProbaho beginnt jedes Reporting- und BI-Projekt mit einem KPI-Workshop: nach welchen Zahlen die Geschäftsführung steuern will, wie jede davon definiert ist und wo die zugrunde liegenden Daten liegen – ERP, CRM, Buchhaltung, DATEV-Export oder Excel. Danach bauen wir die automatisierte Datenstrecke und das Dashboard um diese Definitionen herum, sodass die Zahl auf dem Bildschirm jeden Tag gleich berechnet wird und bis auf die einzelnen Vorgänge nachvollziehbar bleibt.
Häufige Fragen
Weniger, als die meisten erwarten. Die Geschäftsführung steuert in der Regel nach fünf bis zehn KPIs auf Unternehmensebene, jede Abteilung verantwortet einige weitere. Hat eine Zahl keinen Verantwortlichen und keine Entscheidung, die daran hängt, ist sie eine Kennzahl, die man erfassen kann – aber kein KPI, der auf das Haupt-Dashboard gehört.
Eine Kennzahl ist jede messbare Größe – Besuche, Aufträge, Stunden. Ein KPI ist eine Kennzahl, die als Indikator für die Leistung gegenüber einem bestimmten Ziel ausgewählt wurde, mit Zielwert und Verantwortlichem. Jeder KPI ist eine Kennzahl; nur wenige Kennzahlen verdienen es, KPI zu sein.
Ja, und die KPI-Definitionen sollten Sie vereinbaren, bevor Sie an Systemen etwas ändern. In der Praxis bauen wir meist einen schlanken Erfassungsschritt – ein Formular, einen Import aus den bestehenden Tabellen oder eine Anbindung an die Buchhaltung –, damit der KPI automatisch berechnet wird, statt zum Monatsende von Hand zusammengetragen zu werden.
Passende Branchen
Branche
Bekleidung & Textil
Individuelles ERP für Bekleidungs- und Textilunternehmen: Auftrags- und Produktionsverfolgung, Stofflager, Lieferanten-Compliance und Reporting.
Branche
Fertigung
Individuelles ERP für Fertigungsbetriebe: Stücklisten und MRP, Fertigungsaufträge, Betriebsdatenerfassung, Materiallager, Qualität und Kalkulation.
Branche
Lager & Distribution
Individuelle Lagerverwaltung und Warenwirtschaft für Großhändler und Distributoren: Mehrlagerbestand, Aufträge, Außendienst, Kredit und Zahlungsabgleich.
Branche
Logistik
Individuelle Logistiksoftware für Speditionen, Kurierdienste und Fuhrparks: Auftragsakte, Disposition, Sendungsverfolgung, Dokumente und Abrechnung.
Referenzen
Beispielszenario
Bekleidungsfabrik: von Excel-Beständen zum laufenden ERP
Beispielszenario: Wie eine Bekleidungsfabrik in Gazipur Stoff, Zutaten, Produktion und Versand aus Excel in ein individuelles ERP überführen könnte.
Beispielszenario
Distributor: Lagerbestand, Außendienst und Kunden in einem System
Beispielszenario: Wie ein Distributor mit mehreren Lagern Telefonbestellungen und Lagerbücher durch ein Bestands- und CRM-System ersetzen könnte.
Beispielszenario
Klinik: von Telefonbuchung und Papierakte zu einem Patientenworkflow
Beispielszenario: Wie eine Klinik in Dhaka Termine, Patientenakten, Laborbefunde und Abrechnung aus Telefon und Papier in einen Workflow überführen könnte.
Passende Insights

· 4 Min. Lesezeit
Wachstum ohne Chaos: Kontrolle zurückgewinnen
Identifizieren und lösen Sie die Probleme, die geschäftliches Chaos verursachen.

· 5 Min. Lesezeit
Der Digitale Zwilling: Ihr Unternehmen auf einem Bildschirm
Visualisieren und verwalten Sie Ihre Geschäftsabläufe nahtlos.

· 4 Min. Lesezeit
Wann der Wechsel von Standard- zu maßgeschneiderten ERP-Lösungen sinnvoll ist
Ermitteln Sie den richtigen Zeitpunkt, um von fertiger Software zu einer maßgeschneiderten ERP-Lösung zu wechseln.
Sie möchten wissen, welche fünf Zahlen Ihr Unternehmen wirklich im Blick haben sollte?
Buchen Sie eine kostenlose Erstberatung. Wir helfen Ihnen, die für Fertigung, Lager oder Vertrieb relevanten KPIs auszuwählen und zu definieren, und zeigen, wie sie aus Ihren vorhandenen Daten automatisch berichtet werden können.

