Glossar

RPA (Robotic Process Automation)

Robotic Process Automation ist Software, die nachahmt, was ein Mensch am Bildschirm tut – eine Anwendung öffnen, ein Feld lesen, einen Wert kopieren, eine Schaltfläche klicken –, damit eine wiederkehrende Aufgabe ohne Person läuft, selbst wenn die beteiligten Anwendungen keine Schnittstelle für Maschinen bieten.

Was es ist

Ein RPA-„Roboter“ ist ein Skript, das bestehende Software über ihre Benutzeroberfläche steuert: Es meldet sich an einem Portal an, lädt einen Kontoauszug herunter, öffnet eine Tabelle, tippt Werte in eine alte Buchhaltungsmaske und speichert. Weil es auf Bildschirmebene arbeitet, braucht es keine API – genau deshalb gibt es RPA: Viele ältere oder geschlossene Systeme, Behördenportale und Bankoberflächen lassen sich anders nicht anbinden.

Diese Stärke ist zugleich die Schwäche. Ein Roboter bricht, wenn sich ein Bildschirmlayout ändert, ein Pop-up erscheint oder ein Anmeldeschritt hinzukommt, und er versteht keine Bedeutung – nur Positionen und Text. RPA ist deshalb am besten als Brücke für nicht sauber anbindbare Systeme zu verstehen, nicht als Fundament einer Automatisierungsstrategie.

Warum es für ein wachsendes Unternehmen wichtig ist

Wachsende Unternehmen haben fast immer ein oder zwei Systeme, die sie nicht ändern können: ein Bankportal, ein Zoll- oder Steuerportal, das Bestellportal eines Herstellers, ein Altsystem in der Buchhaltung. RPA lässt die Routinearbeit rund um diese Systeme – Downloads, Uploads, Abtippen – automatisch laufen, während der Rest des Unternehmens auf sauber integrierte Systeme wechselt.

Die Entscheidung für RPA ist eine praktische: Gibt es eine API, nutzt man die API; gibt es einen Dateiaustausch, nutzt man die Datei; gibt es nur einen Bildschirm und ist die Aufgabe wiederkehrend und stabil, ist ein überwachter Roboter mit Rückfall auf eine Person ein vernünftiges Werkzeug.

Wie AutoProbaho es einsetzt

AutoProbaho bevorzugt API- und dateibasierte Integration über n8n und baut RPA-artige Automatisierungen nur dort, wo ein System keine andere Tür bietet – etwa das Hochladen von Daten in ein Portal ohne Schnittstelle oder das Abholen von Auszügen von einer Bankseite. Jeder solche Roboter wird überwacht, hat klare Fehlermeldungen und übergibt an eine Person, wenn der erwartete Bildschirm nicht erscheint.

Häufige Fragen

Nein. RPA folgt festen Regeln auf festen Bildschirmen und versteht Inhalte nicht. KI-Agenten lesen, klassifizieren und entscheiden auf unstrukturierter Eingabe. Beides lässt sich kombinieren – der KI-Agent entscheidet, was zu tun ist, der Roboter führt es in einem System ohne API aus –, doch sie lösen unterschiedliche Probleme.

Ein Portal oder Altsystem, das niemand anbinden kann?

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